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Der erste Schritt: Welchen Dienst wähle ich für den Versand?
Wenn du ein Geschenk nach Amerika schicken möchtest, hast du grundsätzlich zwei Hauptwege. Da ist zum einen die Deutsche Post mit DHL und zum anderen private Kurierdienste wie UPS oder FedEx. Deine Wahl hängt oft davon ab, wie wichtig dir die Geschwindigkeit, die Sicherheit und natürlich der Preis sind.
Deutsche Post / DHL: Die verlässliche Standardlösung
Die Deutsche Post bietet mit DHL verschiedene Optionen an. Für ein normales, nicht zeitkritisches Geschenk ist das Päckchen international oder das Paket international oft die günstigste Variante. Du bekommst eine Sendungsverfolgung, was sehr beruhigend ist, denn du kannst jederzeit prüfen, wo dein Paket gerade steckt. Viele Menschen nutzen diesen Weg, weil er bekannt und meistens unkompliziert ist. Achte darauf, dass du die korrekte Zolldeklaration ausfüllst, dazu kommen wir gleich noch ausführlich.
Private Kuriere: Schneller, aber teurer
Wenn es schnell gehen muss – sagen wir, die Geburtstagsfeier ist in fünf Tagen – dann sind UPS oder FedEx deine Alternativen. Diese Dienste sind oft deutlich schneller. Dein Präsent ist dann meist innerhalb von drei bis fünf Werktagen in den USA. Der Nachteil ist, dass du für diesen Komfort mehr bezahlen musst. Der Vorteil liegt oft in einem besseren Service, falls es doch mal Probleme gibt, und sie sind besonders gut, wenn das Geschenk einen höheren Wert hat.
Zoll und Deklaration: Das A und O beim Geschenkversand
Hier scheiden sich die Geister und hier entstehen die meisten Unsicherheiten. Wenn du etwas ins Ausland schickst, musst du dem Zoll sagen, was drin ist. Das gilt auch für Geschenke an Privatpersonen in Amerika.
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Die Zollinhaltserklärung: Was muss drauf?
Jedes Paket, das außerhalb der EU geht, braucht eine Zollinhaltserklärung. Das ist ein Formular, auf dem du genau angibst, was der Inhalt ist und wie viel er ungefähr wert ist. Das ist wichtig, damit die US-Behörden wissen, was da ankommt.
• Genaue Beschreibung: Schreibe nicht einfach nur „Geschenk“ drauf. Schreibe lieber „Handgestrickter Pullover“ oder „Buch und Schokolade“. Sei so konkret wie möglich.
• Wert angeben: Du musst einen ungefähren Wert angeben, auch wenn es ein Geschenk ist. Das hilft dem Zoll bei der Wertermittlung. Für Geschenke bis zu einem bestimmten Wert fallen in den USA oft keine oder nur geringe Einfuhrabgaben an. Das ist wichtig für dich zu wissen, wenn du ein kleines Geschenk nach Amerika schicken möchtest.
• Feld „Geschenk“ ankreuzen: Wähle das Kästchen „Gift“ oder „Geschenk“ auf dem Formular aus. Das signalisiert, dass es keine Handelsware ist.
Mach dir keine Sorgen, wenn das Paket einen Wert von unter 800 US-Dollar hat. Pakete mit diesem Wert, die für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind (also ein Geschenk), können in den USA in der Regel zollfrei eingeführt werden. Aber die Deklaration ist trotzdem Pflicht, um Verzögerungen zu vermeiden.
Verbotene Inhalte: Was bleibt besser hier?
Das ist ein kritischer Punkt, gerade bei Geschenken. Manche Dinge, die in Deutschland völlig harmlos sind, dürfen in die USA nicht rein. Das betrifft vor allem verderbliche Waren oder Produkte mit tierischem Ursprung.
Bitte schicke keine Lebensmittel, die Fleisch oder Milchprodukte enthalten. Käse, Wurst, selbst selbstgemachte Marmelade mit wenig Zucker kann Probleme machen. Wenn du Lebensmittel schicken willst, beschränke dich auf haltbare, verarbeitete Produkte wie Schokolade, Kekse oder verpackte Süßigkeiten. Und auch hier gilt: Deklariere es genau!
Auch Kosmetika oder Alkohol haben oft spezielle Einfuhrbestimmungen. Informiere dich kurz, wenn du Spirituosen verschicken willst, da dies oft über spezielle Wege laufen muss.
Die Verpackung: So übersteht dein Paket den Ozean
Der Weg von Deutschland in die USA ist weit. Dein Paket wird gerüttelt, gestapelt und ist vielleicht auch mal feucht. Eine gute Verpackung ist keine Kür, sondern Pflicht, wenn du ein zerbrechliches Geschenk nach Amerika schicken möchtest.
Zusätzliche Informationen
Ausgewählte Artikel und Quellen über Geschenk nach Amerika schicken: Tipps & Kosten – zu deiner Orientierung.
• Alkoholversand in die USA : r/secretsanta
• Paket in die USA versenden: Kosten, Dauer & Co.
Stabile Kartons und ausreichend Polsterung
Verwende einen stabilen Versandkarton. Ein alter Schuhkarton ist für den Ozeanversand meist zu schwach. Nutze Luftpolsterfolie, Packpapier oder Styroporchips, um alle Lücken zu füllen. Das Geschenk darf im Karton nicht verrutschen, wenn du ihn leicht schüttelst. Wenn du etwas Zerbrechliches wie eine Vase oder Gläser verschickst, polstere jedes Teil einzeln ein und baue quasi eine „Box in der Box“ – das Paket ist dann stabil umschlossen.
Adressierung: Zweimal prüfen ist besser als einmal verlieren
Die USA verwenden ein anderes Adressformat als Deutschland. Achte penibel darauf, dass alle Angaben korrekt sind. Die Schreibweise des Bundesstaates (z. B. CA für Kalifornien) und die Postleitzahl (ZIP Code) sind extrem wichtig.
• Name des Empfängers
• Straße und Hausnummer
• Stadt, Bundesstaat (zwei Buchstaben Abkürzung!)
• Postleitzahl (ZIP Code)
• UNITED STATES OF AMERICA (in Großbuchstaben und unter der Zeile für Stadt/Staat)
Klebe das Adressetikett gut fest. Lass es nicht nur aufkleben, sondern klebe am besten noch Klebeband über die gesamte Fläche, damit es nicht abgerissen werden kann, wenn das Paket geöffnet wird, um den Zoll zu kontrollieren.
Kosten und Zeitplanung: Was kostet es und wie lange dauert es?
Die Kosten variieren stark. Wenn du ein kleines, leichtes Päckchen mit DHL als Päckchen international (ohne Express) verschickst, liegst du oft im Bereich von 15 bis 30 Euro, je nach Gewicht. Das dauert dann aber auch länger, oft zwischen zehn und zwanzig Tagen.
Wenn du Express wählst (DHL Express, UPS, FedEx), kostet das deutlich mehr, oft ab 50 Euro aufwärts, kann aber in drei bis fünf Tagen ankommen. Rechne immer damit, dass die Zollabfertigung in den USA ein paar Tage dauern kann. Sei realistisch, wenn du ein Geschenk zum Jahrestag schicken möchtest. Lieber eine Woche zu früh als einen Tag zu spät!
Tipp zur Zollabfertigung: Niemals „Gift“ als Wert angeben
Ich sehe oft den Fehler, dass Leute aus Bequemlichkeit den Wert auf 1 US-Dollar setzen oder einfach „Gift“ auf den Wert schreiben. Das ist keine gute Idee. Wenn der Zoll misstrauisch wird und den Wert schätzt, legen sie einen höheren Wert fest und dein Empfänger muss dann unnötig Steuern zahlen oder das Paket wird zurückgeschickt. Sei ehrlich beim Wert, dann läuft es meist glatt.
Wenn der Empfänger zahlen muss (der Albtraum)
Das ist die größte Sorge: Dein Freund in New York bekommt eine Rechnung, um sein Geschenk abzuholen. In den USA gibt es das System der „DDP“ (Delivery Duty Paid) oder „DAP“ (Delivered at Place). Wenn du versendest, zahlst du in der Regel die Versandkosten, aber nicht die möglichen Einfuhrabgaben. Diese zahlt der Empfänger (DAP).
Wie oben erwähnt, ist die Wahrscheinlichkeit bei Geschenken unter 800 USD gering. Aber wenn es passiert, kann der Empfänger aufgefordert werden, Gebühren zu zahlen. Sprich das vorher kurz mit dem Beschenkten ab. Du kannst ihm sagen: „Ich habe die Zollpapiere korrekt ausgefüllt und den Wert niedrig angesetzt. Es sollte keine Gebühren geben, aber falls doch, sag Bescheid, dann schauen wir, wie wir das regeln.“ Das nimmt ihm die Angst.
Wenn du ganz sichergehen willst, müsstest du einen Dienstleister finden, der DDP für dich anbietet, aber das ist bei normalen Paketen meist nicht die Regel und deutlich komplizierter.
Häufig gestellte fragen
was kostet der versand eines kleinen pakets nach usa?
Die Kosten für ein kleines, nicht dringendes Paket (bis 2 kg) mit der Deutschen Post liegen oft zwischen 15 und 30 Euro. Wenn du Expressdienste nutzt, steigen die Preise schnell auf 50 Euro und mehr an. Rechne immer mit Schwankungen je nach aktuellem Gewicht und Größe des Kartons.
darf ich lebensmittel als geschenk nach amerika schicken?
Ja, aber nur bestimmte. Stark verarbeitete, haltbare Lebensmittel wie Schokolade, Kekse oder verpackte Süßigkeiten sind meist unproblematisch. Produkte mit Fleisch, frisches Obst oder Milchprodukte sind oft verboten oder erfordern komplizierte Zertifikate.
wie lange dauert es, bis das geschenk ankommt?
Der normale Postweg dauert oft zwischen zehn und zwanzig Werktagen, manchmal länger, wenn viel Zollabfertigung nötig ist. Expressdienste schaffen es meist in drei bis fünf Werktagen, ohne größere Zollprobleme.
